Informatik

fachschaft_inf_2016

Die Informatik beschäftigt sich mit der automatischen Verarbeitung, Speicherung und Übermittung von Information und den Auswirkungen auf die Gesellschaft. Man braucht Informatik in allen technischen Berufen und vielen nichttechnischen. Und den Umgang mit dem Computer (obwohl das nicht Informatik ist), den braucht man ohnehin.

Vor allem hat Informatik einen allgemeinbildenden Anspruch, und deshalb gehört es auch in die allgemeinbildende Schule. Wer Computer nicht als Maschinen versteht und eine entsprechende Vorstellung von ihnen entwickelt, der vertraut ihnen entweder als allwissende Maschinen (und lässt sich vom Navigationsgerät in einen Fluss leiten) oder vermenschlicht sie („der Computer mag mich einfach nicht“). Wer die digitale Welt nicht versteht, dem entgeht ein großer – und spannender, schöner, kreativer, bildender – Teil der Welt.

Der zentrale Begriff der Informatik ist der der Information – und dann die automatische Verarbeitung dieser Information. Das macht man mit Computern, also elektronisch, das könnte man im Prinzip aber auch rein mechanisch machen (mit Lego etwa). Nur wären die Maschinen dann sehr, sehr groß und sehr, sehr langsam.

Anders als im Informatikunterricht der 1980er und 1990er Jahre spielt Programmieren erst einmal keine so große Rolle. Aber auch das Programmieren, wenn es dann kommt, hat viele allgemeinbildende Aspekt:

  • Man lernt, dass Fehler dazu gehören. Beim Programmieren macht man immer Fehler. Die muss man dann halt suchen und verbessern.
  • Man lernt, dass ein Programm nur das macht, was man ihm gesagt hat. Wenn es nicht das macht, was man erwartet, hat man ihm wohl etwas Falsches gesagt.
  • Man lernt, zu testen, ob etwas so funktioniert, wie man möchte.
  • Man lernt, ein Problem in Einzelschritte zu zerlegen. Und das man zur Lösung unten anfangen kann, bei den Einzelschritten, oder oben, bei der allgemeinen Funktionsweise.
  • Man erfährt, dass man stolz sein kann auf etwas, das man erschaffen hat.

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