{"id":12392,"date":"2020-12-17T10:52:47","date_gmt":"2020-12-17T09:52:47","guid":{"rendered":"https:\/\/home.graf-rasso-gymnasium.de\/home\/?p=12392"},"modified":"2021-04-14T13:21:21","modified_gmt":"2021-04-14T11:21:21","slug":"muesli-to-go-kein-problem-mit-diesem-junior-unternehmen-am-grg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/home.graf-rasso-gymnasium.de\/home\/2020\/12\/muesli-to-go-kein-problem-mit-diesem-junior-unternehmen-am-grg\/","title":{"rendered":"M\u00fcsli-to-go? Kein Problem mit DIESEM Junior-Unternehmen am GRG"},"content":{"rendered":"\n<p><em>In jedem Jahr gibt es das P-Seminar \u201eJunior-Unternehmen\u201c. Im Rahmen des Zeitraums m\u00fcssen die Teilnehmer dabei ein eigenes Produkt entwickeln, das dann auch ver\u00f6ffentlicht und verkauft wird. In den vergangenen Jahren gab es bereits eine Saft-Schorle oder den Grgum. Das diesj\u00e4hrige Projekt ist ein M\u00fcsli-to-go \u2013 praktisch und lecker zugleich.<\/em> <em><strong>Das M\u00fcsli ist ab dem 22.12.2020 bis zum 11.01.2021 beim AEZ Buchenau erh\u00e4ltlich.<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Um dieses Projekt genauer vorzustellen, hat die Sch\u00fclerzeitung SGRABBLE ein Interview mit der Marketing-Leiterin des Unternehmens, Yasmin Stiebens, ein Interview gef\u00fchrt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie seid ihr auf die Idee eines M\u00fcslis gekommen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Also wir hatten am Anfang nat\u00fcrlich mehrere Ideen und die mit dem M\u00fcsli kam uns mehr durch Zufall. Wir hatten \u00fcberlegt, was man jeden Tag isst, was kommt gut bei den Leuten an und M\u00fcsli ist zwar sehr simpel, aber wir haben die Idee dann ausgebaut. Wir wollten was Besonderes daraus machen und sind dann ziemlich schnell zu dieser kreativen Idee gekommen, dass man schaut, alles f\u00fcr das M\u00fcsli schon zusammen zu haben und einen To-Go-Becher f\u00fcr das M\u00fcsli entwickelt. Dabei haben wir sogar festgestellt, dass das vorher noch nie jemand gemacht hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welchen Namen tr\u00e4gt das M\u00fcsli und warum gerade das?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unser M\u00fcsli hei\u00dft \u201eQuicksly\u201c. Das ist eine Neusch\u00f6pfung, bei der wir ein bisschen mit englischen W\u00f6rtern gespielt. Das \u201equick\u201c haben wir dann verwendet und ver\u00e4ndert. Wir dachten, dass das unser Produkt auch am besten zusammenfasst, da man es ja schnell mit zur Arbeit nehmen kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was muss man denn alles machen und beachten, wenn man so ein eigenes Produkt entwickelt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Gute war nat\u00fcrlich, dass wir sehr viele Richtlinien von \u201eJunior\u201c hatten, die uns dabei geholfen haben, das Ganze auf den Markt zu bringen. Das Wichtigste war f\u00fcr uns am Anfang hierbei, genug Startkapital zu sammeln. Das haben wir auch erfolgreich gemeistert.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Problem war nat\u00fcrlich die ganze Zeit, ob es diese Idee schon gibt und wir irgendwas versehentlich kopieren. Wir mussten hier alles immer abkl\u00e4ren, z.B., ob es unseren Namen schon gibt. Aber wie gesagt, da hat uns \u201eJunior\u201c wirklich weiter geholfen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie lief das denn mir der Arbeitsteilung?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Arbeitsteilung lief bei uns tats\u00e4chlich sehr gut. Um mal einen kleinen Einblick in unser Unternehmen zu geben: Wir hatten verschiedene Kategorien, f\u00fcr jede davon jeweils einen Chef und einen Leiter f\u00fcr das gesamte Projekt. Ich pers\u00f6nlich bin die Chefin der Marketing-Gruppe. Wir haben aber bspw. Auch die Kategorie \u201eProduktgruppe\u201c und einen Pressesprecher. Und dann haben wir eben die anderen Leute, die in diesen Gruppen zusammen arbeiten. Das Wichtigste ist da nat\u00fcrlich der Austausch miteinander. Das ist eigentlich schon die Teilung, der Rest wird in den jeweiligen Gruppen intern besprochen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wer sponsert bzw. finanziert euer Projekt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei \u201eJunior\u201c gibt es da eine klare Regel: Man muss am Anfang Anteilsscheine verkaufen. Das haben wir jetzt schon fertig abgeschlossen, aber ich sage trotzdem nochmal, wie das funktioniert: Wir hatten eine begrenzte Anzahl dieser Scheine und mussten nicht alle verkaufen, da es davon abh\u00e4ngt, wie wertvoll wir unsere Aktien machen wollen. Das Ganze l\u00e4uft dann wie ein Aktiengesch\u00e4ft. Man kann pro Person aber nur einen Anteilsschein kaufen, der jeweils 10\u20ac gekostet hat. Jeder von uns hat sich da dann einen gekauft und ggf. z.B. an einen Lehrer weiter verkauft. Jetzt hat jeder seinen Anteil und bekommt neben seinem Einsatz auch den entsprechenden Gewinn wieder.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was war aus eurer Sicht die schwierigste Aufgabe?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr uns pers\u00f6nlich war das gr\u00f6\u00dfte Problem nat\u00fcrlich neben den durch Corona entstandenen Komplikationen das, eine eigene Verpackung zu entwerfen. Dadurch, dass so ein Produkt n\u00e4mlich noch nie auf dem Markt war, mussten wir das komplett selbst machen. Gavin, der daf\u00fcr verantwortlich war, hat dabei aus den von uns vorgegebenen Ma\u00dfen letztendlich den passenden Karton hergestellt. Das war die f\u00fcr ihn pers\u00f6nlich schwerste Aufgabe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche Einschr\u00e4nkungen bzw.<\/strong> <strong>Verz\u00f6gerungen gab es durch Corona?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Corona hat uns einen kompletten Strich durch die Rechnung gemacht, weil wir komplett umschalten mussten. Wir haben sonst zur normalen Seminar-Zeit am Dienstag diskutiert, was aber nat\u00fcrlich v\u00f6llig weggefallen ist. Wir hatten dadurch ziemliche Probleme \u2013 klar war es eine gro\u00dfe Umstellung, per Video miteinander zu reden, aber auch was die Produzenten angeht, hat sich einiges verschoben. Ebenso hatten wir Verz\u00f6gerungen mit dem Verkauf der Anteilsscheine. Wir haben das trotzdem hinbekommen und wissen auch damit umzugehen, wenn ein zweiter Lockdown kommt, aber es war gerade anfangs recht schwierig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wo, wann und wie lange wird euer M\u00fcsli erh\u00e4ltlich sein?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das \u201eWie lange?\u201c kann ich nat\u00fcrlich nicht sagen. Das h\u00e4ngt prim\u00e4r davon ab, wie viele Leute es kaufen. Ich glaube aber, dass es sehr gut ankommen wird. Au\u00dferdem h\u00e4ngt es davon ab, wie oft wir \u201eQuicksly\u201c nach produzieren. Also sp\u00e4testens, wenn wir im Januar unser Unternehmen offiziell abmelden, entscheidet sich das.<\/p>\n\n\n\n<p>Ansonsten: Ab wann? Das ist nat\u00fcrlich auch so eine Frage. Die Produktion hat nach den Herbstferien angefangen, also das Zusammen Basteln der Kartons und diese abzuschicken. Dann muss man sich nat\u00fcrlich auch fragen, wann die Superm\u00e4rkte etwas haben wollen und mit dem Verkauf beginnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wo? Man wird es wahrscheinlich tats\u00e4chlich hier in der Mensa kaufen k\u00f6nnen, aber auch beim Nahkauf in Emmering und im Edeka. Weitere potenzielle Anbieter werden sich dann wahrscheinlich noch bei uns melden, aber das l\u00e4sst sich jetzt noch nicht sagen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche Einblicke in die Arbeit eines Unternehmens konntet ihr gewinnen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Einblicke waren vor allem in den Anrufen, die wir t\u00e4tigen mussten, zu sp\u00fcren. Wir mussten hierbei Kontakt zu den Produzenten und den Superm\u00e4rkten aufnehmen. Am Anfang waren wir uns super unsicher, auch wenn wir nat\u00fcrlich wussten, wie das in der Theorie geht. Aber das wird mit der Zeit immer leichter. Und so haben wir auch diesen Einblick ins Berufsleben bekommen. Klar, wir sind Sch\u00fcler und wir haben dieses gut vermarktbare Produkt, aber man merkt doch, dass die Superm\u00e4rkte eben nicht auf einen angewiesen sind. Man muss das Produkt zu 100% vermarkten k\u00f6nnen, da der Supermarkt schon sein Sortiment hat. Das hat uns also sehr geholfen, ein Gef\u00fchl daf\u00fcr zu bekommen, wie man so etwas gut vermarktet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was w\u00fcrdet ihr angehenden Unternehmen mit auf den Weg geben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Also ich w\u00fcrde sagen: Wenn man aus eigenen Fehlern jetzt schon lernen k\u00f6nnte, wir haben die Zeit einfach v\u00f6llig falsch eingesch\u00e4tzt. Wir haben uns immer versch\u00e4tzt, wenn wir uns dachten \u201eJetzt fangen wir an zu produzieren\u201c. Wir dachten, dass noch bis zum Ende der Sommerferien zu managen. Aber es verschiebt sich eben doch noch alles und deshalb w\u00fcrde ich an angehende Unternehmer weitergeben, hier deutlich mehr Zeit einzuplanen. Wir haben uns da n\u00e4mlich echt \u00fcbersch\u00e4tzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was w\u00fcrdest du sagen hat euer Team besonders gemacht?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube vor allem die Kreativit\u00e4t, vor allem am Anfang. Denn auf so eine Idee kommt man eben nicht so leicht, denn der Name ist eben einfach sehr kreativ. Wir werden jetzt auch ziemlich lustige Werbevideos machen, da werdet ihr also noch einiges zu sehen bekommen. Und dann w\u00fcrde ich einfach noch unser ganzes Produktdesign nennen. Es ist einfach diese Konstellation, dass wir uns auch in dem Design k\u00fcnstlerisch und auch kreativ ausleben konnten. Das macht uns eben besonders.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Interview f\u00fchrte No\u00e8l W\u00f6rle (Q12), Teil der Chefredaktion von SGRABBLE.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In jedem Jahr gibt es das P-Seminar \u201eJunior-Unternehmen\u201c. 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