{"id":4206,"date":"2014-02-23T19:02:37","date_gmt":"2014-02-23T18:02:37","guid":{"rendered":"https:\/\/home.graf-rasso-gymnasium.de\/home\/?p=4206"},"modified":"2014-07-26T15:57:36","modified_gmt":"2014-07-26T14:57:36","slug":"stabreimdichtung-im-herrn-der-ringe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/home.graf-rasso-gymnasium.de\/home\/2014\/02\/stabreimdichtung-im-herrn-der-ringe\/","title":{"rendered":"Stabreimdichtung im Herrn der Ringe"},"content":{"rendered":"<p>J. R. R. Tolkien ist bekannt f\u00fcr seine B\u00fccher <em>Der Herr der Ringe<\/em> und <em>Der Hobbit<\/em>. Aber eigentlich war er Professor f\u00fcr altenglische Sprache und Literatur. Altenglisch, das ist wie das Althochdeutsche ein Nachfahr der germanischen Sprachen. Und die Germanen haben nicht mit Endreim gedichtet und mit Betonungen (wie man das heute oft macht), und auch nicht mit Silbenl\u00e4ngen (wie das die Griechen und R\u00f6mer taten), sondern in Form von Stabreim und Alliteration.<\/p>\n<p>Deshalb sind viele Gedichte im <em>Herr der Ringe<\/em> auch in dieser Form geschrieben. Darunter ist auch das Lied von Baumbart, in dem alle Lebewesen aufgez\u00e4hlt werden, die die Ents &#8211; Baumwesen &#8211; kennen, angefangen mit den Elben, Ents, Zwergen und Menschen. (<a href=\"http:\/\/www.myfanbase.de\/film\/kolumnen\/?pid=15329\">Hier kann man den Anfang des Gedichts lesen.<\/a>)<\/p>\n<p>Nur Hobbits tauchen in dem Gedicht nicht auf, da die Ents bisher noch nie welchen begegnet sind. Also haben Sch\u00fcler der 8. Klasse einige Verse im Stil von Tolkien zu dem Lied der Ents hinzugedichtet. Hier eine kleine Auswahl:<\/p>\n<blockquote><p>Hobbits die kleinen, Herrscher des Schleichens<br \/>\nFische im Wasser, F\u00fchrer der Tiere<br \/>\nHaie die J\u00e4ger, Hunger der Meere<br \/>\nFalke im Himmel, F\u00fchrer der Heere<br \/>\nWaschb\u00e4r ist sauber, W\u00e4scher der Tiere<br \/>\nFlugh\u00f6rnchen fliegen, Freunde der Ents.<br \/>\nK\u00fche die milchigen, muhtig und doch still<br \/>\nWale so gro\u00df, wandern durchs Meer.<br \/>\nLachse die leckeren, am liebsten beim Essen.<br \/>\nKatzen die kl\u00fcgsten, Krallen wie Schwertklingen.<br \/>\nFische so frisch, die Feuerlagerbeute.<br \/>\nDie Ernte der Bauern essen die Esel<br \/>\nHoppelnd h\u00fcpfen die Hasen herum.<br \/>\nZebras die zahmen, Zootiere auf ewig.<br \/>\nVogel W\u00fcrmersucher, Fuchs H\u00fchnerfresser<br \/>\nRabe kr\u00e4chzend, Kr\u00f6te quakend.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Regeln f\u00fcr germanische Stabreimdichtung lauten: Jeder Vers besteht aus zwei H\u00e4lften mit zwei besonders betonten Silben, nennen wir sie A, B, C und D. Dabei muss C, die dritte Silbe (oder der dritte &#8222;Stab&#8220;, daher &#8222;Stabreim&#8220;), mit dem gleichen Laut anfangen wie A und B oder zumindest einem davon. Nur D hat immer einen anderen Laut.<\/p>\n<p>Viele germanische Dichtung ist in dieser Form geschrieben, wie die Sagen um Thor, und im Altenglischen gibt es zum Beispiel <em>Beowulf.<\/em> Im Althochdeutschen gibt es weniger Texte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>J. R. R. Tolkien ist bekannt f\u00fcr seine B\u00fccher Der Herr der Ringe und Der Hobbit. Aber eigentlich war er Professor f\u00fcr altenglische Sprache und Literatur. Altenglisch, das ist wie das Althochdeutsche ein Nachfahr der germanischen Sprachen. 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