{"id":785,"date":"2007-11-24T09:43:00","date_gmt":"2007-11-24T07:43:00","guid":{"rendered":"https:\/\/home.graf-rasso-gymnasium.de\/home\/1210-2007-lk-deutsch-im-mainzer-gutenberg-museum\/"},"modified":"2014-07-26T15:58:07","modified_gmt":"2014-07-26T14:58:07","slug":"1210-2007-lk-deutsch-im-mainzer-gutenberg-museum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/home.graf-rasso-gymnasium.de\/home\/2007\/11\/1210-2007-lk-deutsch-im-mainzer-gutenberg-museum\/","title":{"rendered":"12.10. 2007 LK Deutsch im Mainzer Gutenberg-Museum"},"content":{"rendered":"<p>Informationen aus der Fr\u00fchzeit der B\u00fccher: Handschriften und erste Drucke&nbsp;<\/p>\n<p>Trotz des Bahnstreiks am 12.Oktober 2007, der den Regionalverkehr betraf, kam der Leistungskurs Deutsch des Graf-Rasso-Gymnasiums doch rechtzeitig und sogar noch planm\u00e4\u00dfig um 12:56 Uhr am Hauptbahnhof in Mainz an.<\/p>\n<p>Nachdem eine kurze Mittagspause eingelegt wurde, begab sich der Kurs, gemeinsam mit den beiden Begleitlehrkr\u00e4ften, zum Gutenberg-Museum. Bevor jedoch das Museum besichtigt werden konnte, standen zwei Kurzreferate von Kursteilnehmerinnen auf dem Programm, die schon vorher die wichtigsten Informationen umfassten, damit die Besichtigung des Museums mit bereits in Umrissen Bekanntem verkn\u00fcpft werden konnte.&nbsp;<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst der Vortrag mit dem Thema \u201eHandschriften und Drucke im Mittelalter und in fr\u00fcher Neuzeit\u201c:&nbsp; Die Sch\u00fclerin verschaffte den Teilnehmern einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber M\u00f6glichkeiten bei der Anfertigung von Handschriften. Zuerst erl\u00e4uterte sie den Vorgang des Kopierens von B\u00fcchern, dann das Diktieren von neuen B\u00fcchern, wie es bereits im Mittelalter \u00fcblich war. Das ber\u00fchmteste Beispiel f\u00fcr ein diktiertes Buch ist das sogenannte Ambraser Heldenbuch.&nbsp; Der zweite Teil des Vortrags bestand darin, \u00fcber fr\u00fchere Druckverfahren zu informieren. Die Referentin erl\u00e4uterte zwei verschiedene M\u00f6glichkeiten: Zuerst die Variante der Holzschnitte beziehungsweise des Holztafeldrucks, welcher seit Ende des 14. Jahrhunderts \u00fcblich war. Hierbei handelte es sich um Einblattdrucke, wodurch nun die M\u00f6glichkeit der massenhaften Herstellung von Druckerzeugnissen geschaffen war. Als zweite Form entwickelte sich der Kupferstich, der seit dem 15. Jahrhundert \u00fcblich war. Texte und Bilder wurden seitenverkehrt in eine Kupferplatte eingraviert, diese dann mit Druckfarbe behandelt und gedruckt. Anfangs wurde diese Drucktechnik noch manuell, sp\u00e4ter dann mit Hilfe von Druckpressen ausgef\u00fchrt. Zuletzt kl\u00e4rte die Sch\u00fclerin dann noch \u00fcber die Schreib- beziehungsweise \u00fcber die Werkstoffe auf. Geschrieben wurde z.B. mit Vogelfedern und verschiedenen Arten von Tinte, bei besonders pr\u00e4chtigen Schriften wurde auch mit Goldtusche geschrieben(codex aureus).<\/p>\n<p>&nbsp;Ein weiterer Vortrag befasste sich mit dem Leben Johannes Gutenbergs und seiner Erfindung. Die Referentin gab zuerst einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber die Lebensdaten Johannes Gutenbergs (ca. 1400-1468) bevor sie genauer auf seine&nbsp; Erfindung einging. Gutenberg entwickelte ein Handgie\u00dfger\u00e4t, mit dem einzelne, bewegliche Lettern gegossen werden konnten und die Druckpresse, die auch Holzspindelpresse genannt wird. Das wohl bekannteste Druckwerk aus dieser Presse ist wohl die B42 eine Bibel, die in zwei Kolumnen (Spalten), 42-zeilig gedruckt wurde. Ein Original kann im Tresorraum des Museums besichtigt werden. Nach dem Druck wurden die Druckseiten noch manuell mit farbigen Initialien oder \u00dcberschriften aus Gold und Gesteinsmehlfarben verziert. Gedruckt wurde mit einem z\u00e4hfl\u00fcssigen und schnelltrocknendem Ru\u00df, Harz und Lein\u00f6lgemisch, welches mit einem Druckerballen gleichm\u00e4\u00dfig auf die Lettern aufgetragen wurde. Die Kollegiatin erl\u00e4uterte auch noch kurz die Herstellung der Lettern. In ein hartes Metall wurde spiegelverkehrt ein Buchstabe eingeschnitten. Anschlie\u00dfend wurde dieses harte Metall in weicheres gedr\u00fcckt und es entstand eine Gie\u00dfform oder auch Matrize genannt. Gutenbergs Setzkasten bestand aus 290 verschiedenen Schriftzeichen, Abk\u00fcrzungen und Ligaturen (Buchstabenkombinationen). Zum Abschluss wurde noch die Druckpresse erkl\u00e4rt, welche als Nachbau des Originals Gutenbergs im Museum steht. Dieser Nachbau wurde dem Gutenbergmuseum 1925 gespendet. Diese Druckpresse wird auch heute noch f\u00fcr Druckvorf\u00fchrungen verwendet.<\/p>\n<p>Nun konnte der Kurs das Museum, mit seinen Sch\u00e4tzen, auf eigene Faust erkunden. Der Umfang der Ausstellung reicht von mittelalterlichen Drucken, \u00fcber die Bibel Gutenbergs, den Hieroglyphen der \u00c4gypter bis hin zu unserer heutigen Schrift.<\/p>\n<p>Zu einer Vorf\u00fchrung der Druckpresse, im Anschluss an die Erkundung des Museums, traf sich der Kurs wieder. Die Leiterin der Vorf\u00fchrung konnte, mittels sehr guter K\u00f6rpersprache, Gestik und Mimik ihren Vortrag sehr interessant gestalten.<\/p>\n<p>Als Abschluss des Programms an diesem Tag referierte ein weitere Sch\u00fclerin noch zum Thema \u201eModerne Text- und Druckgestaltung\u201c. Mit ihrem ausf\u00fchrlichen Handout wurdemn Grunds\u00e4tze moderner Textgestaltung deutlich. Man erfuhr anhand von Beispieln, wann welche Schriftart, Schriftgr\u00f6\u00dfe, Schriftschnitt, Wortabst\u00e4nde und Satzformen \u00fcblich sind.&nbsp;<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Text: Edigna Anderer, LK Deutsch 12<\/p>\n<p>Redaktion: D. Zink<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Informationen aus der Fr\u00fchzeit der B\u00fccher: Handschriften und erste Drucke&nbsp; Trotz des Bahnstreiks am 12.Oktober 2007, der den Regionalverkehr betraf, kam der Leistungskurs Deutsch des Graf-Rasso-Gymnasiums doch rechtzeitig und sogar noch planm\u00e4\u00dfig um 12:56 Uhr am Hauptbahnhof in Mainz an. 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