{"id":9574,"date":"2018-03-13T10:59:11","date_gmt":"2018-03-13T09:59:11","guid":{"rendered":"https:\/\/home.graf-rasso-gymnasium.de\/home\/?p=9574"},"modified":"2018-09-10T08:50:41","modified_gmt":"2018-09-10T06:50:41","slug":"rudolf-herfurtner-liest-am-grg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/home.graf-rasso-gymnasium.de\/home\/2018\/03\/rudolf-herfurtner-liest-am-grg\/","title":{"rendered":"Rudolf Herfurtner liest am GRG"},"content":{"rendered":"<p>\u201eSchule ist mehr als Unterricht\u201c \u2013 dieses Motto pr\u00e4gte seit Anfang der Woche das schulische Leben am Graf-Rasso-Gymnasium in F\u00fcrstenfeldbruck. <\/p>\n<p>Warum l\u00e4sst sich eine Sch\u00fclerlesebibliothek mit \u00fcber 3000 B\u00fcchern bereits zum zweiten Mal extra mehr als 100 B\u00fccher aus M\u00fcnchen schicken? Haben die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler nicht schon genug Auswahl an B\u00fcchern, die sie sich direkt in der Schule ausleihen k\u00f6nnen?<br \/>\nDiese Fragen m\u00f6gen sich wohl einige Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler gestellt haben, als sich in der Woche vom 26. Februar bis zum 2. M\u00e4rz die M\u00fcnchner Wanderausstellung \u201eDie 100 Besten &#8211; neue Kinder und Jugendliteratur&#8220; in den R\u00e4umen der Bibliothek befand. Doch die Neugier war scheinbar wieder gro\u00df, denn zahlreiche Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler schm\u00f6kerten in den von einer Jury ausgew\u00e4hlten und zusammengestellten B\u00fcchern, die unterschiedlichste Themen und Altersstufen ansprachen. <\/p>\n<p>Doch was w\u00e4re ein Buch ohne seinen Autor bzw. seine Autorin. Damit die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler einen Eindruck von den Menschen hinter den B\u00fcchern sammeln konnten, wurden auch dieses Jahr Autoren an das Graf-Rasso-Gymnasium eingeladen. Hatte am 28. Februar Katja Brandis in der Aula des Gymnasiums f\u00fcr die 5. und 6. Klassen aus ihrer \u201eWoodwalkers\u201c Serie gelesen, stand am 1. M\u00e4rz f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der 7. und 8. Klassen eine Autorenlesung des renommierten, in M\u00fcnchen lebenden, freien Schriftstellers und Kinderbuchautors Rudolf Herfurtner auf dem Programm. F\u00fcr seine B\u00fccher, Theaterst\u00fccke und H\u00f6rspiele wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/home.graf-rasso-gymnasium.de\/home\/files\/2017-18\/herfurtner.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"525\" class=\"size-full wp-image-9577\" srcset=\"https:\/\/home.graf-rasso-gymnasium.de\/home\/files\/2017-18\/herfurtner.jpg 700w, https:\/\/home.graf-rasso-gymnasium.de\/home\/files\/2017-18\/herfurtner-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/p>\n<p>Rudolf Herfurtner lie\u00df das Eis zwischen sich und den Kindern schnell brechen, indem er offen und herzlich \u00fcber seine Kindheit in Wasserburg am Inn, den fr\u00fchen Tod seiner Eltern und die sich anschlie\u00dfende Zeit auf einem M\u00fcnchner Internat f\u00fcr Jungs sprach. Sein Vormund, ein evangelischer Pfarrer, schenkte ihm ein Tagebuch, in dem er seine ersten Erz\u00e4hlungen aufschrieb. Auch verfasste er Geschichten f\u00fcr die Sch\u00fclerzeitung und sprach in diesem Zusammenhang von seiner Angst vor der Preisgabe von Gef\u00fchlen und der Ver\u00f6ffentlichung seiner Texte. Nach seinem Schulabschluss studierte er, obwohl es eigentlich sein Wunsch gewesen war, Theaterschauspieler zu werden, zun\u00e4chst Germanistik und Anglistik, er entschied sich allerdings sp\u00e4ter f\u00fcr Theaterwissenschaften, was seinem weiteren Lebensweg pr\u00e4gen sollte. Besonders am\u00fcsant fanden die Sch\u00fcler, dass Rudolf Herfurtner w\u00e4hrend seiner zehnj\u00e4hrigen T\u00e4tigkeit von 1970 bis 1980 bei einer M\u00fcnchner Tageszeitung unter anderem auch als Kritiker f\u00fcr Rockmusik t\u00e4tig war und aufgrund seiner Jugend Konzerte wie die der Rolling Stones und anderen Rockgr\u00f6\u00dfen besuchen musste bzw. durfte und anschlie\u00dfend Kritiken dar\u00fcber verfasste. W\u00e4hrend seines Studiums schrieb er bereits B\u00fccher, sein erstes wurde 1973 ver\u00f6ffentlicht. Erstaunt waren die Sch\u00fcler auch, als der Autor ihnen erz\u00e4hlte, dass er noch nach guter alter Manier nur ein wei\u00dfes Blatt und seinen F\u00fcller ben\u00f6tige, um seine B\u00fccher zu schreibe, ein Computer habe auf seinem Schreibtisch keinen Platz.<\/p>\n<p>In Ankn\u00fcpfung an das Lutherjahr 2017 las er anschlie\u00dfend aus seinem historischen und spannenden Roman \u201eMagdalena Himmelst\u00fcrmerin \u2013 Ein Roman aus der Lutherzeit\u201c und zog die jugendlichen Zuh\u00f6rer schnell in seinen Bann. Dabei brachte er den jungen Zuh\u00f6rern aber nicht nur die historischen und sozialen Umst\u00e4nde der Zeit n\u00e4her, sondern auch die Wichtigkeit einer m\u00f6glichst genauen Recherche vor dem Schreiben eines Werkes. Er erz\u00e4hlte von seiner vierj\u00e4hrigen Vorbereitungszeit und schlie\u00dflich war noch ein Jahr Schreibarbeit n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Der Roman spielt im brandenburgischen J\u00fcterbog zur Zeit der Reformation im Jahr 1517.  Magdalenas kleine, \u00fcberschaubare Welt ger\u00e4t aus den Fugen, als der Vater und auch ihr z\u00e4rtlich geliebter kleiner Bruder bei einem Bergwerksungl\u00fcck ums Leben kommen: Statt f\u00fcr einen Arzt gibt die Mutter ihr Geld f\u00fcr Ablassbriefe aus. Als die Mutter die kleine Kate nicht mehr halten kann, wird Magdalena ins ferne Wittenberg zu ihrer Tante Elsbeth geschickt. In Wittenberg trifft sie nicht nur Veit wieder, einen Freund aus Kindertagen, sondern h\u00f6rt auch einen gewissen Doktor Luder predigen, bei dem Veit Theologie studiert. Die T\u00fcr zu einer neuen Welt \u00f6ffnet sich Magdalena. Begierig nimmt sie Luthers Gedanken in sich auf. Sein Aufbruch ermutigt Magdalena, ihr Leben in die Hand zu nehmen &#8211; und dadurch bringt sie nicht nur sich selbst in gro\u00dfe Gefahr.<br \/>\nBereitwillig beantwortete Rudolf Herfurtner anschlie\u00dfend die Fragen der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler und signierte B\u00fccher, sodass der Vortrag f\u00fcr alle Beteiligten ein interessantes und unterhaltsames Ereignis wurde. Es ist einfach ein Erlebnis, wenn ein Autor oder eine Autorin zum Anfassen in der Schule ist und Literatur an der Schule lebendig wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eSchule ist mehr als Unterricht\u201c \u2013 dieses Motto pr\u00e4gte seit Anfang der Woche das schulische Leben am Graf-Rasso-Gymnasium in F\u00fcrstenfeldbruck. Warum l\u00e4sst sich eine Sch\u00fclerlesebibliothek mit \u00fcber 3000 B\u00fcchern bereits zum zweiten Mal extra mehr als 100 B\u00fccher aus M\u00fcnchen schicken? 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