RassoAlpin 2011

Die alpine Bergwanderung der Q11 durch die Fanes-, Tofana-, Cinque Torri-, Croda da Lago-, Monte Pelmo- und Civettagruppe in den Dolomiten.

Die Fakten:

Tag 1: Anreise von München über Fortezza nach Pederü (1545m); 538 hm Aufstieg; 44 hm Abstieg; 2 h Gehzeit; Übernachtung im Rifugio Fanes (2060 m).

Tag 2: Aufbruch 8:11 Uhr; 1100 hm Aufstieg; 409 hm Abstieg; 6:34 h Gehzeit; Übernachtung im Rifugio Lagazuoi (2752m).

Tag 3: Aufbruch 8:15 Uhr; Gipfel 2772 m Piccolo Lagazuoi; 844 hm Aufstieg; 883 hm Abstieg; 6:22 h Gehzeit; Übernachtung im Rifugio Croda da Lago (2046m).

Tag 4: Aufbruch 8:12 Uhr; 952 hm Aufstieg; 867 hm Abstieg; 7:41 h Gehzeit; Übernachtung auf dem Rifugio Coldai (2132m).

Tag 5: Aufbruch 8:14 Uhr; 18hm Aufstieg; 1136 hm Abstieg; 2:49h Gehzeit; Ziel Alleghe; Heimreise über Bozen nach München.

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Und so wars …

 

Von Johanna Plappert –

 

Anfang Juli war es wieder soweit, für die Q11 hieß es Kofferpacken und ab auf Studienfahrt. Doch während die anderen Gruppen Frankreichs Großstädte und Italiens Süden unsicher machten, wagten sich Herr Frieß, Herr Schuster und Frau M’Harzi mit 25 Bergsteigern in die Dolomiten. Mit Wanderschuhen und schwerem Rucksack ausgestattet, begann am Montag der erste Anstieg, der schon nach kurzer Zeit, dank des schönen Wetters nicht nur schweißtreibend, sondern auch mit einer grandiosen Aussicht auf die umliegenden Gipfel ausgestattet war. Auf der Fanes-Hütte angekommen war natürlich alle Anstrengung sofort vergessen und die Vorfreude auf das Abendessen war, wie auch an den darauffolgenden Tagen immer sehr groß. Nach dem Essen blieb noch genug Zeit zum Kartenspielen, Reden und die Gelegenheit sich besser Kennenzulernen.

Am nächsten Morgen ahnte noch keiner aus der Truppe, dass uns der Dienstag einige Höhenmeter überwinden lassen würde. Bis zur ersten Pause führte uns der Weg über die Hochfläche der Fanes, an Kuhweiden und an einem See vorbei, es wurden fleißig Fotos geschossen, Kühe gestreichelt und über die schnarchenden Zimmernachbarn gelacht. Der nächste steile Anstieg führte durch die Forcella del Lago und bot einen atemberaubenden Anblick auf einen kleinen See ganz unten im Tal und die Lagazuoi-Hütte oben auf dem Gipfel, die das Ziel des Tages war und noch ein gutes und anstrengendes Stück entfernt lag. Nach dem langen Anstieg über Felsen und Schneefelder erreichten wir unsere Hütte oben auf dem Gipfel und wurden mit einer Aussicht belohnt, die für jegliche Anstrengung entschädigte. Die Sonnenterasse stellte sich als der perfekte Ort heraus, um den Tag ausklingen zu lassen und auch ein wenig stolz zu sein. Es folgte wieder ein lustiger Abend, der es uns auf Neue ermöglichte auch einmal unsere Lehrer von einer anderen Seite kennenzulernen, ab zweitausend Höhenmetern wird schließlich geduzt!

 

Sehr zur Freude derjenigen mit den ersten Blasen, wurde der Mittwoch als weniger anstrengend angekündigt und nachdem Einige noch die Aussicht vom Gipfelkreuz aus genossen und sich alle „Berg Heil!“ gewünscht hatten ging es dann wieder los, diesmal mit der Vorfreude auf die Croda da Lago Hütte neben einem Bergsee. Die Gondel brachte uns ins Tal, wo wir einem Waldweg folgten, bis wir an einem Sessellift ankamen. Dieser brachte uns hinauf, ein Stück näher an die Cinque Torri Hütte, die für die Mittagspause eingeplant war. Nachdem wir die Pause mit Sonnenbaden, Essen und Faulenzen verbracht hatten hieß es wieder Rucksack aufschnallen und weiter ging es, noch ein gutes Stück bergauf bis wir an der Hütte angekommen waren. Direkt neben einem Bergsee gelegen nahmen viele das verlockende Angebot an und testeten die Temperatur des Sees, kalt aber erfrischend. Auch der Mittwochabend verging schnell und es dauerte nicht lang, bis alle ins Bett fielen. Am nächsten Vormittag erlebten wir den ersten Wetterumschwung und liefen mit Nebel, der aber die Schönheit der Umgebung kaum zu trüben vermochte. Zwischenzeitlich schien uns dann wieder die Sonne ins Gesicht und beleuchtet unter anderem auch einige Kühe, Pferde und Ziegen. Mittags fing es plötzlich an zu regnen und wir hatten Glück, dass wir genau in diesem Moment an der Staulanza Hütte zum Mittagessen ankamen. Ausgestattet mit Regencapes und -jacken ging es wieder weiter, jedoch waren diese nach kurzer Zeit wieder überflüssig, da die Sonne erneut vom Himmel strahlte. Der letzte Anstieg des Tages war zugleich auch der Anstrengendste, doch die Vorfreude auf eine Dusche und ein kühles Bier taten ihr Übriges und so kamen wir alle auch am Donnerstag wohlbehalten auf der Coldai Hütte an. Diese Nacht schliefen wir zum ersten Mal in einem Bettenlager mit 22 Leuten, es war wieder ein heiterer Abend und man merkte, dass die Gruppe nun zusammengewachsen war. Zum

Traurig sein blieb jedoch auch am letzten Tag keine Zeit, denn auf den langen Abstieg folgte eine Busfahrt nach Bozen, wo wir ein paar Stunden verbrachten. Die Gelegenheit zum Einkaufen, Bummeln und Eis essen wurde ausführlich genutzt bevor uns der Zug wieder zurück nach München brachte. Die Zeit in den Dolomiten war für viele etwas Neues und teilweise auch anstrengend, trotzdem hat es sich gelohnt, denn wir wurden mit atemberaubenden Bildern, einer tollen Gruppe und neuen Erfahrungen, alles in allem einer super Zeit, belohnt.

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