Der heilige Bwana und die Weihnachtsbanane (Nach einer westafrikanischen Legende)

Die Weihnachtsbanane hat ihren Ursprung in den Legenden um den heiligen Bischof Bwana aus dem Gebiet am Bandama-Fluss (heutige Elfenbeinküste, Westafrika). Als in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts in ganz Westafrika eine Hungersnot drohte, weil die Ernte verdorrt war, ließ der angesehene Bischof die in den Häfen des Landes auf Schiffen angelandeten Getreidevorräte aus Amerika an hungernde Kinder verteilen. Auch die Bananen, die eigentlich für den Transport nach Europa bestimmt waren, ließ der Bischof wieder ausladen und zu Weihnachten an die Kinder ausgeben. Wegen seiner Wohltaten für die Kinder wird Sankt Bwana bis heute in ganz Westafrika verehrt. In der Vorweihnachtszeit ziehen die westafrikanischen Kinder durch die Bananenplantagen, singen fromme Lieder, die vom Leben des hl. Bwana erzählen, und erhalten dafür von den Plantagenbesitzern Bananen geschenkt.

Seither hat sich in ganz Westafrika ein uralter Brauch herausgebildet, der sich nun auch in Europa verbreitet, weil in den letzten Jahren zahlreiche westafrikanische Asylbewerber nach Europa und auch nach Fürstenfeldbruck gekommen sind. Am GRG gibt es daher erstmals zum Weihnachtsbasar traditionell zubereitete Weihnachtsbananen, in der Suppe, gebraten oder roh. Übrigens: Vom Preis eines einzigen Tellers Suppe kann ein afrikanisches Kind in Westafrika die Lebenshaltungskosten eines ganzen Tages bestreiten.

An dieser Geschichte ist fast kein Wort wahr, denn sie wurde in der Marketingzentrale eines großen europäischen Lebensmittelkonzerns erfunden, um den Bananenabsatz zu steigern. Der völlig verarmte Konzern bittet die Konsumenten jedoch um Verständnis, da er es sich nicht leisten kann, im Zeitalter globalisierten Halloween-Unfugs und der alljährlichen „Weihnachtsmann-Invasion“ auf zündende Werbeideen zu verzichten.

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Rezept: Weihnachtsbananen-Kartoffelsuppe (St. Bwana-Suppe)

Zutaten

2 mittelgroße Ökokartoffeln aus regionalem Anbau
1 kleine Biokarotte aus regionaler Produktion
1 Stück fair gehandelter Ingwer aus ökologischem Anbau (ca. 3 cm lang)
1 Banane, vollreif, öko- und fair-zertifiziert
½ Becher süße Sahne oder Frischkäse aus dem Biosortiment des lokalen Discounters
1 kleine Bio-Zwiebel aus regionaler Produktion
1 EL Bio-Rapsöl
3 Teelöffel Öko-Gemüsebrühe
Meersalz und fair gehandelte Ökogewürze: Pfeffer, Cayenne-Pfeffer, Curry, Muskat
½ Biozitrone (Saft)
2 Esslöffel voll chemischer und mit Farbstoff versetzer Minzsirup aus Italien

Koch- und Arbeitszeit ca. 1 Stunde

Die Kartoffeln und den Ingwer schälen. Mit 0,4 l Wasser in einem großen Topf kochen.
Währenddessen die Möhren schälen, in Würfel schneiden und zu den Kartoffeln in den Topf geben. In der Zwischenzeit die Zwiebel fein schneiden, in Rapsöl glasig anschwitzen, mit der Brühe ablöschen, 1 – 2 Min. köcheln lassen, danach im Gemüse unterrühren.

Die Banane schälen, in Stücken dazugeben und mit dem Pürierstab fein zerkleinern. Die Sahne dazu und die Suppe mit Salz, Pfeffer, Curry, Cayennepfeffer und evtl. etwas Muskat abschmecken. Anschließend Zitronensaft und Minzsirup nach Geschmack zugeben. Die Suppe schmeckt auch mit Frischkäse anstelle der Sahne sehr gut.

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