Mint-Tage an der TU München

Der Fördervereins des Graf Rasso Gymnasiums ermöglichte 15 Schülern und Schülerinnen der 9. Jahrgangsstufe eine zweitägige Exkursion. Die Schüler mit den besten Noten in den Fächern Biologie, Chemie und Physik waren dazu eingeladen.

Der erste Tag bot ihnen die Gelegenheit im TUMlab im Deutschen Museum zu forschen. Dort wurde der kleinen Gruppe die chemische Analyse von Spuren sehr praxisorientiert nahegebracht. So erhielten sie einen kleinen Schnupperkurs im Bereich der Forensik.

Am nächsten Tag traten die Schüler ihre Reise nach Freising an, um das Wissenschaftszentrum Weihenstephan, einem Teil der TU München, kennen zu lernen. Auf dem Campus sind 6 Fakultäten für die Bereiche Ernährung, Landnutzung und Umwelt angesiedelt, zwei Fakultäten durften die Schüler sich genauer anschauen. Zuerst besuchten sie die Einrichtung für Mikrobiologie. Auch dort konnten sie viele praktische Erfahrungen sammeln. Nach einem kurzen Vortrag eines Doktoranden im Bereich Milch und Milchverarbeitung, mussten die Schüler auch schon selbst an die Arbeit. Um sich später bei einem leckeren Tomaten-Mozzarella-Baguette im Garten entspannen zu können, musste erst die Milch zu Mozzarella verarbeitet werden. Die Schüler halfen fleißig beim Schneiden, Rühren, und Formen der Milch, die durch hinzugegebene Lab-Enzyme geleeartig geworden war. Damit die kleinen Mozzarella-Bälle, die die Schüler, selbstverständlich mit Handschuhen, in 80 Grad heißem Wasser geformt hatten, später auch schmeckten wurden sie in eine Salzlake eingelegt. Nebenbei war von den Studenten selbstgemachtes Eis vorbereitet worden, welches die Schüler aufgrund der Hitze dankbar löffelten. Viel Zeit blieb ihnen nicht, denn das nächste Essen wartete schon draußen auf sie: Ihr Mozzarella.

Nach einer einstündigen Mittagspause ging das Programm auch schon weiter. Diesmal zur Campus eigenen Brauerei. Auch hier berichtete ihnen eine der Studentinnen im Fach Brauwesen über den Vorgang des Bierbrauens. Damit sich die Schüler mehr darunter vorstellen konnten, folgte eine Führung durch die Versuchs-Brauerei, die bis zu 700l Bier mit einem Brauvorgang herstellen kann, welches bei Festen und Veranstaltungen auf dem Campus gerne in großen Mengen ausgeschenkt wird. Nun konnten die Schüler die Bottiche und Vorgänge, welche sie zuvor nur auf Bildern gesehen hatten, selbst erkunden. Doch schon bald neigte sich der Besuch dem Ende zu. Gegen halb drei trat die Gruppe den Heimweg an. Alle Schüler zeigten sich sehr interessiert an den verschiedenen Themen, vor allem die praktische Arbeit, die im Kontrast zu dem sonst eher trockenen Unterrichtsmaterial in der Schule steht, sagte ihnen zu.

Wir bedanken uns beim Förderverein, der den Schülerinnen und Schülern diese wissenschaftlichen Tage ermöglicht hat.

Hanna Hoogen