Auf den Spuren von Max Mannheimer

Im Rahmen des P-Seminars aus dem Leitfach Geschichte besuchten am 26.09.2017 vierzehn Schüler und Schülerinnen der Q11 mit der Projektleiterin Elke Schußmann den neuen Israelitischen Friedhof München in der Garchinger Straße. Vor dem Betreten des Friedhofs hielt eine Seminarteilnehmerin einen Vortrag über Rituale und Besonderheiten bei jüdischen Beerdigungen vor allem auch im Vergleich zu den uns besser bekannten christlichen Riten und Traditionen. Zum Beispiel wird im Gedenken an den Verstorbenen jüdischen Glaubens ein Stein statt Blumen an die Grabstätte gelegt. Gemäß diesem Brauch brachte jeder von uns einen Stein, beschriftet mit einem Wort, das man mit Max Mannheimer verbindet mit. Da wir als einer der letzten Jahrgänge das große Glück hatten, ihn bei einem seiner jährlichen Besuche am Graf-Rasso-Gymnasium kennenlernen zu dürfen, waren Begriffen wie: „Kraft“, „Stärke“ „Vergebung“und „Liebe“ auf unseren Steinen zu finden. All diese Eigenschaften hatte er uns und unzähligen anderen Schülergenerationen vorgelebt und während seines Vortrages vermittelt. Die Stille und Ruhe auf dem Friedhof wirkte friedlich auf uns, besonders in dem Moment als wir vor seinem Grab standen und die Steine niederlegten. Es war ein ganz besonderer Moment im Gedenken an einen ganz besonderen Menschen, auf dessen Spuren wir uns in den folgenden Monaten begeben werden.

Die Exkursion war ein extrem wichtiger Auftakt des Projektes, da wir letztlich erst dort, vor Ort begonnen haben, uns mit dem Leben und schließlich auch mit dem Tod von Max Mannheimer auseinanderzusetzen.

Susanne Stöckeler/Elke Schußmann