Die Rollitour des P-Seminars „Es ist normal, verschieden zu sein“ von Fürstenfeldbruck in die Buchenau

Am Dienstag, den 8. Oktober „gingen“ wir, das P-Seminar „Es ist normal, verschieden zu sein“ der Q12, auf eine Abenteuertour: Frau Meyr kümmerte sich darum, dass wir uns für diesen Tag 6 Rollstühle ausleihen konnten (ganz herzlichen Dank an die Firma Streifeneder!!!), um für ein paar Stunden zu testen, wie sich das Leben als Rollstuhlfahrer anfühlen muss. Mit dabei war auch Raul Weber, Mitarbeiter der Kontaktstelle der Caritas in Fürstenfeldbruck. Unser Ziel war es, von der Schule zum Bahnhof in FFB und dann mit der S-Bahn in die Buchenau zu fahren, um dort einen kleinen Snack zu genießen.

Los ging es am GRG um 13:30. Erst testeten wir das Fahren auf der Wiese des Pausenhofs.

Jedoch scheiterten wir kläglich, als wir versuchten von der Wiese über die wirklich kleine Erhebung zurück auf den Asphalt zu fahren. Doch Raul Weber zeigte uns ein paar Tricks, wie wir solche oder ähnliche Hindernisse überwinden konnten.

Die nächste Herausforderung war die Brücke von der Schule zum Bahnhof. Nur mit großer Anstrengung schaffte man es, die Brücke hinaufzufahren.

Während dem ganzen Weg zum Bahnhof wurde man häufig angeschaut. Als wir endlich am Bahnhof angekommen sind, mussten wir erst einmal alle auf den Bahnsteig hochkommen. Hierfür musste jeder einzeln den Fahrstuhl nehmen, weil dieser zu klein für mehrere Rollstühle ist.

Beim Warten auf den Aufzug sagte ein Jugendlicher sogar: „Ist das hier ne Krüppelveranstaltung?“ Oben angekommen, fuhr auch schon die S-Bahn ein. In die S-Bahn hineinzukommen war eines der schwersten und stressigsten Erlebnisse während unseres Ausflugs. Man musste sich auf dem Bahnsteig verteilen, um nicht den ganzen Zug aufzuhalten oder zu verstopfen. Jedoch boten viele ihre Hilfe an, uns durch die Tür reinzuschieben. Beim Aussteigen in der Buchenau lernten wir, dass nur kleine Kanten von gerade mal 5 cm ein ziemlich großes Problem darstellten. Außerdem versuchten wir uns in einem Bekleidungsgeschäft mit den Rollstühlen zu bewegen und merkten, dass dieser Laden alles andere als barrierefrei ist. In einem Supermarkt war das Fortbewegen mit dem Rollstuhl zwar um Einiges einfacher, jedoch benötigte man oft die Hilfe anderer um an Produkte heranzukommen, die weiter oben im Regal standen.

Trotzdem versorgten wir uns mit Essen und legten nach der Tour im Supermarkt eine Pause ein.

Nach dem Essen mussten wir den ganzen Weg auch wieder zurück fahren. Und da die Bauarbeiten in der Buchenau noch nicht abgeschlossen sind, konnten wir das Gleis nur über die Treppe erreichen.

Fazit: Es war ein gelungener Ausflug, der uns gezeigt hat, dass Fürstenfeldbruck bezüglich Barrierefreiheit noch ziemlich ausbaufähig ist.

Theresa Didrichsons
Maximilian May