Let there be rock – die 3. Runde des Landeswettbewerbs „Experimente Antworten“

Kennen Sie „The Vegetable Orchestra“? Das 1998 in Wien gegründete Ensemble gilt als weltweit erfolgreichstes dieser Art. Statt auf gewöhnlichen Instrumenten spielen die Musiker auf Karottenflöten, Gurkophonen, Kürbistrommeln und Lauchgeigen. Weil die Instrumente schnell vertrocknen oder verrotten, müssen sie vor jedem Konzert neu hergestellt werden.

Was zunächst wie Klamauk klingt, hat damit recht wenig zu tun: das Orchester spielt komplexe, avantgardistische Eigenkompositionen, die von House, experimenteller Elektronik und Ambient-Musik inspiriert sind. Aus den abgeschnittenen und übrig gebliebenen Gemüserest kocht ein bei den Konzerten mitreisender Koch anschließend Gemüsesuppe.

Wie aber stellt man Instrumente aus verschiedensten (Natur-) Materialien selbst her, so dass sie genau definierte Töne erzeugen? Unsere Nachwuchswissenschaftler aus der Unterstufe haben sich mit viel Liebe zum Detail in der dritten Runde des Wettbewerbs „Experimente Antworten“ genau dieser Herausforderung gestellt. Dabei sind neben den eben beschriebenen Karottenflöten und Paprikarasseln unter anderem auch wunderschön gestaltete Windspiele aus Bambus mit den ersten 5 Tönen einer Dur-Tonleiter entstanden. Und wäre das nicht schon beeindruckend genug, musste als letzte Aufgabe sogar noch eine Eigenkomposition mit den selbst gebauten Instrumenten digital hochgeladen werden.

Wir Lehrkräfte ziehen unseren Hut vor so viel Kreativität und Einfallsreichtum und beglückwünschen unsere 10 Preisträger – nicht nur für ihre tolle Leistung, sondern auch dafür, dass sie das Durchhaltevermögen hatten, alle drei Runden dieses Schuljahres zu bestreiten, alle Daumen hoch!

Nina Ostermeier