Die Tiere mit der Zauberhaut

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Marion Köber, Anna Hübner (beide am GRG) und Vanessa Riedl (Oskar v. Miller Realschule Fürstenfeldbruck) beteiligten sich am Regionalwettbewerb „Jugend forscht – Schüler experimentieren“am 6. und 7. 3. 2006, dessen diesjähriger Gastgeber und Patenfirma die Flughafen GmbH in München Erding war.  Das Thema für die Schülerinnen der 8. Jahrgangsstufe war die Aufzucht und Untersuchung verschiedener Lurcharten. Betreut wurden sie von OStR U. Mieleitner. Hier die Kurzfassung ihres Arbeitsberichts:

Froschlaich in einer Wanne im Garten hat unser Interesse an Froschlurchen geweckt. Nachdem wir uns mit der Naturschutzbehörde Fürstenfeldbruck in Verbindung gesetzt hatten, bekamen wir Laich vom Laubfrosch und von der Gelbbauchunke vom dort zuständigen Amphibienspezialisten. Da alle einheimischen Lurche streng geschützt sind, besteht unsere Arbeit vor allem aus Beobachtungsvorgängen. Täglich verfolgten wir die Entwicklung der beiden Lurcharten, verglichen sie miteinander und dokumentierten unsere Ergebnisse: Die Entwicklung unserer Tiere ging aufgrund der konstanten Wassertemperaturen schneller vonstatten als in der freien Natur. Durch den Kauf eines gleichaltrigen, aber größeren Korallenfingerfrosches konnten wir auch Experimente durchführen, für die unsere anderen Lurche zu klein waren.

Nachdem wir uns intensiv mit dem Körperbau, der Rolle der Haut und der wechselwarmen Lebensweise der Tiere befasst hatten, führten wir Experimente zum Farbwechsel (Änderung der Umgebung, Änderung der Lebensbedingungen), zur Temperaturabhängigkeit (Vorsichtige Messung der Körpertemperatur  mit Hilfe eines Thermometers und Vergleich mit der Umgebungstemperatur), zu ihrem Abwehrverhalten (pH-Wert-Messsung des Laubfroschsekrets, mit dem Ergebnis: neutral bis leicht sauer) und zum Beutefangverhalten (Reaktionstest des Frosches bei verschiedenen Bewegungsrichtungen der Beute) durch.

Diese kleinen Tarnkünstler haben nicht nur uns sehr begeistert, sondern sind auch für medizinische Forschungszwecke äußerst wichtige Tierarten. Wir werden unsere Froschlurche auf jeden Fall weiter halten und möchten sie gerne auch züchten und in Tümpeln ansiedeln, weil sie stark von der Ausrottung bedroht sind.

Der Sieg im Wettbewerb auf Regionalebene ermöglicht den drei Forscherinnen auch die Teilnahme und Präsentation beim Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“, der diesmal am 8. und 9. Mai im BMW-Werk in Dingolfing zu Gast sein wird.

Text: Marion Köber, Anna Hübner, Vanessa Riedl; Photo, Redaktion: D.Zink  11/3/06