FAQ: Informatik in der 6. Klasse

Brauchen die Schüler einen Computer zu Hause?

Nein. Nicht jeder Schüler hat Zugang zu einem Computer. Allerdings wird in der Schule viel mit dem Computer gearbeitet und Schüler können den Umgang mit den verwendeten Programmen zu Hause üben.

Manche Aufgaben müssen am Rechner erledigt werden. Dafür ist in der Schule genug Zeit vorgesehen. Schüler können allerdings auch zu Hause an den Aufgaben arbeiten und sie in die Schule mitbringen.

Warum lernen die Schüler das Zehnfingersystem nicht?

Weil das eine zwar sinnvolle Fertigkeit ist, die aber wenig mit Informatik zu tun hat. Außerdem lernt man das am besten durch viel Übung, und dafür ist in Natur und Technik keine Zeit. Es gibt aber viele Programme, mit denen man es sich selber beibringen kann (zum Beispiel unter http://www.tipp10.de).

Was hat es mit dem Fach Natur und Technik auf sich?

Das Fach besteht in der 5. Klasse aus drei Stunden Biologie, in der 6. Klasse aus zwei Stunden Biologie und einer Stunde Informatik, in der 7. Klasse aus zwei Stunden Physik und einer Stunde Informatik. Dafür gibt es vor allem schulpolitische Gründe, inhaltlich haben diese Fächer nicht mehr miteinander zu tun als andere Fächer auch. Es gibt eine Gesamtnote in dem Fach, die in den Jahrgangsstufen 6 und 7 jeweils zu einem Drittel auf den Leistungen in Informatik basiert.

Lernen die Schüler auch eine Programmiersprache?

Jetzt noch nicht. Erst in der 7. Klasse lernt man eine Vorstufe davon und eine richtige Programmiersprache dann in der 10. Klasse. Allerdings ist die Punktschreibweise, die man in der 6. Klasse lernt, dafür schon eine Vorbereitung.

Was lernen die Schüler in der 6. Klasse?

Am schnellsten anwendbar: Der Umgang mit Präsentations- und Textverarbeitungssoftware. Allerdings geht es nicht um eine Schulung um den Umgang mit diesen Programmen. Dazu verändern sich die Programme auch zu schnell. Vielmehr sollen die Schüler einige Grundprinzipien kennen, die hinter diesen Programmen stecken. Am wichtigsten: Was Klassen und Objekte sind.

 

Ausführlicher, falls es doch jemand wissen will:

Informatik beschäftigt sich mit Information, die so repräsentiert ist, dass sie automatisch, also auch von einer Maschine, verarbeitet werden kann.

Häufig geschieht das in Form von Klassen: Bei Zeichenprogrammen, wie sie etwa Architekten verwenden, gibt es zum Beispiel die Klasse RECHTECK. Sie hat bestimmte Attribute (Höhe, Breite, Randfarbe, Füllfarbe…) und Methoden (verschieben, kopieren, drehen…).

Diese Klasse ist die Vorlage für alle Objekte, die zu der Klasse gehören. Bei Objekten gehört zu jedem Attribut auch ein Attributwert. Rechteck1 hat zum Beispiel Höhe=5cm, Rechteck2 eines mit Höhe=8cm.

Auch bei Textverarbeitungssoftware gibt es solche Klassen, vor allem die Klassen ABSATZ und ZEICHEN. Jeder Absatz hat zum Beispiel das Attribut Ausrichtung, jedes Zeichen das Attribut Schriftgröße.