„Nathan der Weise“ Szenische Interpretation I

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Unser Bild zeigt Daja, wie sie Nathan (rechts außen) nach seiner Heimkehr über die vorangegangenen Ereignisse aufklärt. Recha, von den Folgen der Brandkatastrophe erschöpft, ruht am Boden, während der Tempelherr kniend von Saladin (links) begnadigt wird.

Der Handlung von „Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing gehen drei gute Taten voraus, von denen der Zuschauer durch Nathans Dienerin Daja erfährt:

1. Der Sultan Saladin begnadigt entgegen seinen sonstigen Todesurteilen einen Tempelherren.
2. Dieser Tempelherr rettet Nathans Tochter Recha aus einem brennenden Haus.
3. Die von Daja bezweifelte Rechtmäßigkeit der Vaterrolle Nathans in Bezug auf Recha legt ein Adoptivverhältnis zwischen Nathan und Recha nahe.

Aus diesen Taten ergeben sich drei Leitfragen der Dramenexposition:

Warum begnadigt Saladin den Tempelritter?
Was wird sich zwischen der schönen Recha und dem Tempelritter ereignen?
Welches Geheimnis verbirgt Nathan in Bezug auf Recha?

Photo: Jonas Aumiller, Text: D. Zink / Klasse 9/10b