Bericht aus dem P-Seminar „Es ist normal…“

Das Ziel des P-Seminars „Es ist normal verschieden zu sein“ bei Frau Meyr ist die Abschaffung von Vorurteilen gegenüber, und Spaß mit geistig und bzw. oder körperlich behinderten Menschen. Dies wird durch die Teilnahme von uns Schülern an den Wochenclubs der Caritas erreicht, die immer an einem bestimmten Abend der Woche stattfinden.Wir wurden am Anfang dieses Schuljahres auf die verschiedenen Clubs aufgeteilt, sodass wir meistens zu dritt pro Gruppe sind. Wir unternehmen jede Woche etwas mit unserem Club und die Aktionen sind ziemlich vielseitig. Sie reichen von einem Besuch im Improtheater der Neuen Bühne Bruck über ein fröhliches Bummeln auf dem Brucker Christkindlmarkt bis hin zum Kochen oder Plätzchen backen im Caritas-Zentrum. Auch waren wir schon auf dem Tollwood in München, beim Kegeln oder einfach beim Chinesen zum Essen. Durch diesen wöchentlichen Kontakt bleibt einem eigentlich gar nichts anderes mehr übrig, als eine Verbindung zu diesen liebenswerten und unkomplizierten Menschen dort aufzubauen. Es ist erstaunlich, wie offen, kontaktfreudig und auch wie dankbar die Menschen dort sind. In einem regelmäßigen Abstand treffen sich alle Schüler dieses Seminars im Plenum mit unserer Lehrerin Frau Meyr und wir tauschen dabei spannende, teils auch lustige Erfahrungen aus.

Eine kleine Gruppe von uns hat nebenbei in Zusammenarbeit mit der Caritas den KULTURTREFF GRENZENLOS organisiert. Der KULTURTREFF bietet Musik, Theater, Diashow oder generell einfach Kultur, interessante Gespräche und eine Kleinigkeit zu essen, organisiert und durchgeführt von Menschen mit und ohne Behinderung. Hier sollen Menschen mit und ohne Behinderung zusammentreffen, sich austauschen und zusammen Spaß und Kultur erleben. Dieses Projekt der Caritas steht noch ganz am Anfang und seine Organisatoren sind somit noch etwas unerfahren, doch das buntgemischte Team aus Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung, Sozialpädagogen, BFDlern, FSJlern und Praktikanten steckte viel Zeit und Engagement in die Organisation des ersten Treffens, welches somit auch schon ein voller Erfolg wurde.

Wochenlang wurde geplant, recherchiert und telefoniert. Der Ablauf, das Speisenangebot, das Programm, der Zeitrahmen, die Werbung, …. Alles wurde so organisiert, dass jeder schließlich eine feste Aufgabe hatte und der Abend beginnen konnte.Größter Programmpunkt war an diesem Abend die Band L&M. Die Musik war großartig und nach einiger Zeit waren auch schon die ersten Tänzer auf der improvisierten Tanzfläche zu sehen. Ob im Rollstuhl, alleine, zu zweit oder im Kreis, jeder hatte seinen Spaß. Bedient wurde in Paaren, immer einer mit und einer ohne Behinderung. Dank der sehr guten Organisation und des Durchhaltevermögens des Teams verlief der erste KULTURTREFF reibungslos und wir freuen uns jetzt schon auf die bald hoffentlich regelmäßigen Treffen, wo Sie natürlich alle herzlich eingeladen sind.

Text: Teilnehmer des P-Seminars

Red.: D. Zink