Regionalmeisterschaft Südost: Formel 1

Wiesau… was? Warum und vor allen Dingen „wo“? Aber von Anfang an – Freitag, halb zehn Uhr morgens, Fürstenfeldbruck. Nein, es gibt keinen Keksriegel, sondern jede Menge Arbeit: Teamstände verladen, Werkzeug, Technik und natürlich die Autos einpacken. Und im Anschluss: Ab durch die Mitte nach Wiesau. Wer schon immer mal mit einem Regionalzug buchstäblich erfahren wollte wie groß Bayern wirklich ist, der ist auf dieser Fahrt genau richtig. Über die Stationen München, Landshut, Regensburg und Weiden landen wir schließlich knapp vier Stunden später in Wiesau und beziehen noch schnell unsere Zimmer, bevor es im Anschluss zum Aufbauen der Teamstände geht.

Aber wer sind „wir“ denn eigentlich? Das P-Seminar, die Mint-Intensivierung und der Wahlkurs Formel 1 in der Schule – insgesamt 25 Schülerinnen und Schüler, die sich auf der Regionalmeisterschaft Südost der harten Konkurrenz stellen. Schon beim Aufbau der Teamstände wird klar: Hier ist alles geboten, zum Teil erscheinen die Hürden vor allem im Seniorbereich aber schon zu Beginn nahezu unüberwindbar. Insgesamt treten neun Senior-Teams (inklusive des Teams „Team Nitro Tiger vom GRG“) und sechs Junior-Teams (inklusive der Teams „Lightning Strike“, „Vipers“ und „Sesto Elemento“ vom GRG) zum Wettkampf an. Nach dem erfolgreichen Aufbau der Teamstände steht noch ein kurzer Ausflug in eine örtliche Pizzeria an. Im Anschluss werden dann die Präsentationen für den Wettkampftag eingeübt und eine unruhige Nacht vor dem großen Tag beginnt.

Samstag, 12. März 2016, halb acht Uhr morgens: Einige verschlafene Gesichter sind beim gemeinsamen Frühstück schon noch zu erkennen, die meisten sind aber bereits sehr fokussiert auf den Wettbewerb. Um neun Uhr geht es dann los. Präsentation der Teamstände vor der Jury, Vorstellung des Teamkonzepts, der zentralen Ideen und der Umsetzung des Projekts in einer genau acht Minuten dauernden Präsentation, und natürlich die Rennen. Hier müssen die circa zwanzig Zentimeter langen Flitzer aus Polyurethan beweisen, was in ihnen steckt. Auf einer zwanzig Meter langen Strecke werden sie mit Hilfe von Gaspatronen beschleunigt und erreichen dabei Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometer pro Stunde. Die mit Hilfe von CNC-Fräsen hergestellten und in Eigenarbeit designten und lackierten Boliden des GRG schlagen sich durchaus wacker.

Nach dem Mittagessen stehen noch die Knockoutrennen an – hier geht es nur um eines: Schnell, schneller, am schnellsten. Und das Team „Lightning Strike“ schafft beinahe die große Sensation: Der Halbfinallauf gegen ein Senior-Team ist eigentlich schon gewonnen, doch dann erfolgt die Disqualifikation, da sich ein Aufkleber vom Auto gelöst hat. Schade!

Bei der Siegerehrung sind dann alle Strapazen vergessen, Landrat Lippert verleiht den Teilnehmern die Urkunden, Medaillen und Pokale. Herausragend ist dabei sicherlich der Sonderpreis für das schnellste Auto im Junior-Wettbewerb vom Team „Lightning Strike“, die auch den sehr guten zweiten Platz in der Gesamtwertung belegt haben. Aber auch die beiden andren Junior-Teams vom GRG müssen sich wahrlich nicht verstecken: Die „Vipers“ erreichen einen hervorragenden dritten Platz, direkt dahinter kann sich das durch Krankheiten dezimierte Team „Sesto Elemento“ platzieren. Im Senioren-Wettbewerb beindruckt das „Team Nitro Tiger“ die Konkurrenz mit einem toll designten Auto, landet im harten Wettbewerb gegen durch die Bank sehr erfahrene Teams dann auf einem guten siebten Platz. Dominiert wird der Wettbewerb von den beiden überragenden Schülergruppen „Fast Tech Crew“, dem neuen Bayerischen Meister, und „BSZ-Racing“, dem neuen Vizemeister. Diese beiden Teams dürfen nun zusammen mit dem Gewinner in der Junior-Kategorie an der Deutschen Meisterschaft in Potsdam teilnehmen.

Was bleibt ist der Abbau der Teamstände, eine lange Heimfahrt und schließlich am Samstagabend um kurz nach zehn die Ankunft in Fürstenfeldbruck. Die Recken des GRG können mit dem Abschneiden im nun gut bekannten Wiesau durchaus zufrieden sein und haben sicherlich einiges für die nächste Teilnahme gelernt.

Ein herzlicher Dank auch von dieser Stelle an alle Sponsoren dieses Unterfangens, die die Teilnahme am Wettbewerb erst ermöglicht haben!

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