Q11/Q12 besucht Etrusker-Ausstellung der Staatlichen Antikensammlungen in München

Am 21. Oktober 2016 besuchten wir, die Lateinschüler der Q 12, gemeinsam mit unseren Mitschülern der elften Jahrgangsstufe, die Ausstellung „Die Etrusker – Von Villanova bis Rom“ in den Staatlichen Antikensammlungen in München.

Die hochinteressante und lehrreiche Sonderausstellung über das geheimnisumwitterte etruskische Volk, dessen eigentliche Herkunft unbekannt und dessen Sprache bislang unentschlüsselt ist, beleuchtet die Geschichte der Etrusker anhand zahlreicher Exponate wie Münzen, Waffen, Statuen und Gefäßen. Mit Sicherheit kann man sagen, dass die etruskische Kultur sehr von den Griechen und Phöniziern beeinflusst wurde und von deren Hochkultur in vielen Bereichen profitierte.

Die besonders beeindruckenden Schmuckstücke der Ausstellung offenbaren die meisterhaften handwerklichen Fähigkeiten der Etrusker, die in der Lage waren, mithilfe einer speziellen Granulationstechnik winzige Goldtropfen auf Werkstücken anzubringen und so eindrucksvolle Bilder auf kleinsten Oberflächen entstehen zu lassen.

Das etruskische Volk, das schließlich verschwand und dessen Sitten und Bräuche hauptsächlich mithilfe von Grabbeigaben rekonstruiert werden müssen – uns sind nur wenige Zeugnisse des gewöhnlichen etruskischen Alltagslebens erhalten – fand in den Römern, die viele kulturelle Errungenschaften der Etrusker wie z.B. Tempelbau und Schrift übernahmen, seine Nachfolger. Bis in die Kaiserzeit hinein gab man in Rom seine Sprösslinge gern wohlhabenden und gebildeten Etruskerfamilien, um sie zu gut ausgebildeten und zivilisierten Römern erziehen zu lassen.

Die auf jeden Fall empfehlenswerte Ausstellung erinnerte wohl viele der anwesenden Schüler daran, dass die vermeintlich trockenen historischen Hintergründe des römischen Reiches bis zum heutigen Tag voll spannender, ungelöster Rätsel stecken und lieferte so genau das richtige Quantum Inspiration, um das kommende Schuljahr im Fach Latein mit Spaß und Erfolg bewältigen zu können.

Steven Mehrer und Friederike Heine