„Igitt, Fisch!“

Das war die erste Reaktion, als ich letzten Freitag – mit 15 Forellen im Schlepptau – den NuT-Raum der 6d betrat. Ziel der Doppelstunde war es, die Anpassungen eines heimischen Fisches an den Lebensraum Wasser zu erkunden. Und das sowohl von außen als auch von innen.

Nach anfänglichen Berührungsängsten hießen die Fische schnell Bert oder Frida und die Erkenntnis, dass die Schleimschicht auf der Außenseite des Fisches wirklich ziemlich glitschig ist, weckte den Forscherdrang. Schnell wurde der Weg des Wassers über Mund und Kiemen untersucht, die Kiemendeckel abpräpariert um die Kiemenbögen zählen zu können und der Finger ins Fischmaul gesteckt, um die scharfen Zähne und die „bezahnte“ Zunge zu erstasten. Letztere führte zu erstaunten und begeisterten „boah, cool“-Rufen.

Durch die äußere Untersuchung voll in ihrem Element, fiel dann auch die innere Untersuchung des Fisches nicht mehr schwer. Herz, Leber, Schwimmblase und Darm wurden identifiziert und die Wirbelsäule freigelegt. Damit wäre eigentlich das Arbeitspensum erledigt gewesen, die Neugierde schien aber längst nicht gestillt. Am Ende fanden sich in manchen Präparierschalen neben den gewünschten Organen auch das Gehirn und die Linse des Fischauges. Und „Igitt“ fand den Fisch am Ende fast keiner mehr.

Nina Ostermeier