Jugend Forscht 2018: Fünf Preisträger kommen vom Graf-Rasso-Gymnasium

„Sie basteln nicht, sie forschen!“, so schrieb am 15. April 1966 die ZEIT im Nachwort zur ersten „Science Fair“ in Deutschland.

Junge Forscher – klingt das nicht ein wenig hochtrabend? Natürlich müssen die Jungen und Mädchen, die an dieser Olympiade teilnehmen, keine epochalen Entdeckungen vorweisen. Die saubere Darstellung naturwissenschaftlicher Zusammenhänge kann durchaus eine wettbewerbsfähige Leistung sein.

In diesem Jahr sind bereits zum 53ten Mal technisch-naturwissenschaftlich begeisterte Jungen und Mädchen aus ganz Deutschland zur Teilnahme an dieser Wissenschaftsolympiade aufgerufen. Sie reihen sich dabei in die lange Liste an berühmten Teilnehmern ein, zu denen u.a. auch der ehemalige amerikanische Astronaut John Glenn gehört.

Insgesamt 119 Teilnehmer messen sich am 6./7. Februar 2018 beim Regionalwettbewerb am Münchner Flughafen mit 78 Projekten aus den Bereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Mathematik/Informatik, Physik und Technik.

Unter den Teilnehmern befinden sich auch 17 Schülerinnen und Schüler vom Graf-Rasso-Gymnasium in Fürstenfeldbruck. Fünf unter ihnen waren dabei besonders erfolgreich.

Hannah Schnaidt (Q12) erreichte mit ihrer Forschungsarbeit den hervorragenden ersten Platz im Fachgebiet Biologie und hat sich damit für den Landeswettbewerb Bayern qualifiziert. Sie untersuchte den Einfluss menschlicher Hormone auf das Pflanzenwachstum und fand dabei allerhand erstaunliches heraus.

Sara Aumiller (Q11) und Fiona Seelmann (Q11) führten Untersuchungen an Folien auf Chitosanbasis durch und erreichten jeweils den zweiten Platz im Fachgebiet Chemie. Dieser Rohstoff wird aus Krebstierschalen gewonnen und ist somit biologisch abbaubar. Sara erforschte hierbei den Abbauprozess, Fiona versuchte durch verschiedene Rezepturen die Beschaffenheit der Folien zu verbessern.

Maximilian Huber (Q12) führte physikalische Untersuchungen am Reuther-Brett – eigentlich ein Sportgerät – durch. Mithilfe der von ihm entwickelten Messapparatur ist es möglich, die Absprungtechnik durch eine Analyse des Absprungvorgangs zu optimieren. Seine Forschung wurde mit einem dritten Platz im Fachgebiet Physik belohnt.

Beheizbare Frontscheiben bei Autos ohne Sichtbeschränkung durch Kupferdrähte war das erklärte Ziel der Forschungsarbeit von Christian Dietze (Q12). Er beschichtete Glasscheiben mit transparenten leitfähigen Substanzen auf der Basis von Indium- und Zinnsalzen und holte sich den dritten Platz im Fachgebiet Technik.

(Thomas Ostermeier)

Lara bei der Gestaltung ihres Wettbewerbsstandes

Überblick über die Wettbewerbsstände am Flughafen München

Lara beim Gespräch mit der Wettbewerbsjury

Mareen vor ihrem Wettbewerbsstand

Hannah (Siegerin des Regionalwettbewerbs im Fachgebiet Biologie) vor ihrem Wettbewerbsstand

Christian vor seinem Wettbewerbsstand