Das (Oster)ei biologisch betrachtet

Egal ob Supermarkt, Baumarkt, Bekleidungsgeschäft oder Gärtnerei: überall kann man seit Wochen Ostereier in allen Farben und Formen erwerben. Was liegt da näher, als im Biologieunterricht – zumal in der letzten Stunde vor den Osterferien – das Ei als solches einmal genauer zu betrachten?

Zunächst mussten sich die Schülerinnen und Schüler der 6d vorsichtig durch die harte Kalkschale kämpfen, ohne das rohe Ei zu zerstören und diese zeigte sich widerspenstiger als erwartet. Hatte man das richtige Fingerspitzengefühl, wurde man mit einer zweiten Schicht überrascht, der Eihaut. Durch die konnte man das rohe Ei-Innere betrachten, ohne dass es auslief. Außerdem entdeckten einige Forscherinnen und Forscher Luftblasen und erkannten schnell, dass das wohl der Sauerstoffvorrat für ein Küken während der Entwicklung sein muss.

Hell sieht man die Eihaut innen an der Schale.

Im Ei selbst gab es aber auch noch ein paar Neuigkeiten zu entdecken, die selbst geübten Spiegelei-Bratern bisher entgangen waren: nicht aus dem Dotter entwickelt sich ein Küken (das ist der Nahrungsvorrat), sondern aus einem winzigen kleinen Fleck auf der Dotterkugel, der Keimscheibe. Das Eiklar außenherum dient gewissermaßen als Stoßdämpfer. Und damit die Dotterkugel auch immer schön in der sicheren Mitte des Eies bleibt, ist sie mit 2 weißen, gedrillten Fäden, den Hagelschnüren, am Ei befestigt.

Rechts unten die Hagelschnur, im Dotter oben in der Mitte die Keimscheibe.

Zur großen Freude der Lehrkraft landete nur eines der 16 Eier auf dem Tisch, der Rest des Klassenzimmers blieb unversehrt.

(Nina Ostermeier)