Das Energiespardorf am GRG

Wie lange muss man auf einem Fahrrad selbst treten, um eine kleine Tasse Wasser zum Kochen zu bringen?

Etwa eine Stunde lang müssten wir auf dem speziellen Energiefahrrad fahren, damit das Wasser erwärmt wird. Wie anstrengend dies ist, konnten die Schüler der Klasse 9b und 9c am 23.07.2018 und 24.07.2018 am eigenen Leib spüren.

Zum ersten Mal ermöglichte die Kreisgruppe Fürstenfeldbruck des BUND Naturschutzes den beiden neunten Klassen die Teilnahme am Projekt „Energiespardorf“.

Dazu wurde ein interaktives Modell einer bayerischen Gemeinde mit Häusern, Kleingewerbe und Landwirtschaft aufgebaut. Im ersten Teil der Veranstaltung wurde wiederholt was Energie ist, wie sie erzeugt und verbraucht wird. Dabei kam das Energiefahrrad zum Einsatz, mit dem Begriffe wie Energieerzeugung, Watt und Kilowattstunde erlebbar werden.

Die Schülerinnen und Schüler bestückten im zweiten Teil des Projekts das Modelldorf mit verschiedenen haushaltsüblichen Verbrauchern wie Waschmaschine, Kühlschrank oder Computer und erfuhren direkt, welche Auswirkungen dies auf den Stromverbrauch und den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß des gesamten Dorfes hat. Im Anschluss daran stand fest, dass der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden muss. In einer Gemeinderatssitzung mussten die Schüler verschiedene Rolle einnehmen und die Interessen von z.B. Stromerzeuger, Landwirten oder Naturschützern überzeugend vermitteln. Die verschiedenen Vorschläge zur Energieversorgung des Dorfes wie z.B. der Bau von Windenergie- oder Photovoltaikanlagen wurden gesammelt, deren Vor- und Nachteile abgewogen und im Modelldorf eingebaut. Der Nutzen für das Dorf und die Auswirkungen auf die Umwelt wurde über eine projizierte Simulation für alle Schüler sichtbar gemacht.

Die Schülerinnen und Schüler konnten mit Hilfe des Modells u.a. Möglichkeiten zur Energieeinsparung und Energieversorgung selbstständig erforschen und wurden durch das Projekt für Gemeindepolitik und Klimawandel sensibilisiert.

Für die Unterstützung des Projekts durch die Kreisgruppe Fürstenfeldbruck des BUND Naturschutzes bedanke ich mich.

(Sandra Gabler)