Weihnachtskonzerte 2019

Besinnlich-festliches Weihnachtskonzert am Graf-Rasso-Gymnasium

Es ist schon viele Jahre eine feste Tradition am „Rasso“, das Konzert in den letzten Tagen vor Weihnachtsferienbeginn. Und es erhält von der Schulgemeinschaft so zahlreichen Zuspruch, dass es gleich an zwei Abenden hintereinander veranstaltet wird. Schulleiterin Doris Hübler legte dem Publikum in ihrer kurzen Begrüßungsansprache ans Herz, das musikalische Ereignis bewusst als Moment zum In-Sich-Gehen und zur Entspannung zu genießen, als Gegenpol zur Hektik der so wenig „staden“ Vorweihnachtszeit. Das „Flex-Ensemble“, ein Orchester der Un­terstufe des GRG, eröffnete den Klangreigen mit zwei afro-amerikanischen Spirituals, bevor der Juniorchor, ebenfalls ein Ensemble der fünften bis siebten Klassen, unter anderem mit einem durch rhythmische Tanzeinlagen akzentuierten Traditional aus Südafrika begeistern konnte. Verstärkung erhielt der Chor sodann durch etliche Lehrerinnen und Lehrer beim weihnachtlichen Wiegenlied des bekannten englischen Vokalkomponisten und Gründers der „Cambridge Singers“, John Rutter. Bei fast vollständig abgedunkeltem Saal ließ ein Instrumen­talensemble die tief berührende „Pastorale“ aus dem berühmten Weihnachtskonzert von Arcangelo Corelli erklingen und bot anschließend mit einem Mix aus „Stille Nacht, heilige Nacht“ und südamerikanischem Flair des „Tango di Nochebuena“ originelle Abwechslung. Der Grundkurs Chor hatte im „Christmas Song“ eine diffizile Harmonik zu bewältigen und ver­mittelte mit einem Werk des Komponisten der aus dem Fernsehen geläufigen Eurovisions-Fanfare, Marc-Antoine Charpentier, barockes Flair. Einen markanten, teils groovig-swingen­den, teils rockigen Kontrast bot die Rasso-Big Band; Kamila Will (Q 12) konnte dabei mit einem Gesangssolo brillieren. „Little drummer boy“, das in adventlichen Tagen unzählige Male zu hörende Traditional, wurde von einer ausschließlich aus Percussionisten bestehenden Gruppe quasi wörtlich in Klang umgesetzt. Im Anschluss daran war die Bühne frei für die ganz großen Ensembles: Zunächst für den Großen Chor, der unter anderem mit Freddie Mercurys „You take my breath away“ die Zuhörer vorübergehend in eine dezent melancholische Stimmung  zu versetzen wusste, und nachfolgend für das Schulorchester. Dieses brachte, im Zusammen­wirken mit dem Juniorchor bzw. mit dem Grundkurs Chor, den festlichen Abschluss des Kon­zerts: Karl Jenkins‘ afrikanisch angehauchtes „Adiemus“ und Felix Mendelssohn-Bartholdys majestätisch dahinschreitende Choralkantate des Weihnachtslieds „Vom Himmel hoch“. Der begeisterte Beifall galt nicht nur den vielen musikalisch aktiven Schülerinnen und Schülern, sondern auch den vier Musiklehrern des GRG, Georg Alkofer, Birgit Braun, Konstanze Landgraf und Andrea Onder, die mit ihrer unermüdlicher Probenarbeit diesen Hörgenuss erst ermög­licht haben.

Wolfgang Seufert