Probentage und Konzerte zum Schuljahresausklang

Eher zurückhaltend hatte die Fachschaft Musik kurz vor den Sommerferien alle 5. und 6. Klassen – selbstverständlich nach Jahrgangsstufen getrennt – zu „öffentlichen Pro­ben“ in die Aula eingeladen, war doch im Vorfeld nicht absehbar, wie weit die ein­zelnen Ensembles an den drei angesetzten Probentagen kommen würden… Tatsäch­lich entstand bei den Aufführungen jedoch rasch Konzertatmosphäre. 

Wie so vieles in diesem Schuljahr war auch dies ein Experiment: da die traditionelle Probenwoche aufgrund der Pandemie nun schon zum zweiten Mal ausfallen musste, wurden kurzerhand drei Probentage im Schulhaus angesetzt, an denen die Ensem­bles nach der langen Zwangspause immerhin mehrere Vormittage in Folge Gele­genheit hatten, miteinander zu musizieren und zu singen.

In den Genuss der eingeübten Stücke kamen ganz bewusst die 5. und 6. Klassen – schließlich hatten die meisten Schülerinnen und Schüler der Eingangsklassen noch nie die Gelegenheit, ein Schulkonzert am Graf-Rasso-Gymnasium zu besuchen, und die Sechstklässerinnen und Sechstklässler waren gerade einmal ein gutes halbes Jahr an unserer Schule, als der erste Lockdown im März 2020 das gewohnte musikalische Leben am GRG weitgehend zum Verstummen brachte.

Nichtsdestotrotz erfreuten die musikalischen Darbietungen auch viele andere – bei­spielsweise die „Großen“, die die Zwischenpausen nutzen, um von der Galerie aus zuzuhören, oder Lehrkräfte, die sich von den Klängen gerne aus dem Lehrerzimmer locken ließen, und nicht zuletzt alle, die dank der offenen Fenster und Türen die Musik aus der Ferne genießen konnten.

Vielen Dank unserer Fachschaft Musik, die sich auf die „Probentage light“ in der letz­ten Schulwoche eingelassen und mit großem Engagement und viel Energie für einen wunderbaren Aus-Klang des Schuljahres gesorgt hat!

Der Blick in die Aula zeigt – bei entsprechender Planung lassen sich auch bei einem kleinen Konzert die Vorgaben des Rahmenhygieneplans einhalten. Die Schülerinnen und Schüler sitzen jeweils im Klassenverband mit Abstand zu den Parallelklassen. Maskenpflicht und eine zuverlässige Lüftungsanlage tragen ebenfalls dazu bei, die Veranstaltungen „sicher“ zu machen.
Lange Zeit galt Singen ja – neben dem Querflöte-Spielen – mit als das Gefährlichste, was man in Pandemiezeiten hätte tun können – erst seit kurzer Zeit ist das Singen im Gebäude unter bestimmten Bedingungen wieder erlaubt. Wie gut, dass die Bühne unserer Aula breit und tief genug ist, um die vorgeschriebenen Abstände einhalten zu können! Wenn der Platz dennoch nicht ganz reicht, gilt es eben ein bisschen flexibel zu sein – und so nutzte der Chor unter Leitung von Frau Braun die gesamte Breite der Aula…
Auch das Orchester unter Leitung von Frau Onder hatte den Zuhörerinnen und Zuhörern einiges zu bieten. Daher ist es nur allzu verständlich, dass es sich auch einige unserer „Großen“ nicht nehmen ließen, die Aufführung zu genießen.