Coronavirus: Unterricht an bayerischen Schulen eingestellt

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Lehrerinnen und Lehrer, liebe Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen,

der bayerische Ministerpräsident hat am 13. März bekannt gegeben, dass an allen bayerischen Schulen von Montag (16. März) bis einschließlich 19. April (nach den Osterferien) kein Unterricht stattfindet.

Diese Maßnahme dient dem Schutz der Bevölkerung – insbesondere der älteren und möglicherweise bereits geschwächten Menschen, die bereits an einer anderen Krankheit leiden. Durch die Schließung der Schulen wird der tägliche Kontakt zwischen vielen Menschen massiv reduziert und damit die Ausbreitung des Corona-Virus deutlich verlangsamt.

Das ist aufregend für uns alle und bereitet sicher viele Sorgen und auch ernsthafte Probleme. Aber wir wollen versuchen, mit Geduld und Zuversicht das Beste daraus zu machen.

Doris Hübler
Schulleiterin Graf-Rasso-Gymnasium

Aktuelle Informationen

Aktuelle Informationen entnehmen Sie bitte den Seiten des Kultusministeriums:
https://www.km.bayern.de/allgemein/meldung/6902/unterricht-an-bayerischen-schulen-wird-eingestellt.html

Wie soll ich mich verhalten?

Händewaschen, und freiwillig soziale Kontakte beschränken, also nicht auf Partys gehen. Das nennt man auch „social distancing“. Manchmal tut das weh, aber es ist vernünftig und rettet Leben – das Leben anderer. Also nicht unbedingt zum Fitnessstudio gehen, keine Shoppingtour zum Vergnügen unternehmen. „Social distancing“ sollte allerdings eher „spatial distancing“ heißen – über Telefon und Internet kann und soll man sehr wohl Kontakt halten zu den Mitmenschen. Vielleicht kann man ja die älteren Nachbarn fragen, ob sie Hilfe brauchen beim Einkaufen? Auf Kinder sollten ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen allerdings nicht aufpassen – Distanz wahren, räumlich.

Haben die Schülerinnen und Schüler jetzt Ferien?

Nein, sie sollen schon etwas für die Schule arbeiten. Für die Lehrer und Lehrerinnen gibt es auch keine Ferien. Aber so oder so ist die Schule nicht das Wichtigste im Moment, sondern unser aller Gesundheit.

Unterricht ohne Anwesenheit, geht das überhaupt?

Nein, ein improvisierter Fernunterricht, wie er jetzt vielleicht beginnt, kann keinen vollständigen Unterricht ersetzen und soll das auch nicht. Aber ja, die Schule kann und wird Material und Aufgaben zur Verfügung stellen, um die Schülerinnen und Schüler nicht einfach nur zu beschäftigen, sondern ihnen dabei zu helfen, sinnvoll zu arbeiten und zu lernen, allerdings mit mehr Selbstständigkeit als vielleicht bisher.

Wie soll das gehen?

Das Wichtigste für alles ist ein funktionierender Kommunikationskanal. Wir schreiben auf die Homepage, was es Neues gibt. Daneben gibt es das Eltern-Portal für Rundschreiben.

Ansonsten wollen wir mit der Lernplattform von Mebis arbeiten, die das Kultusministerium den bayerischen Schulen zur Verfügung stellt. (Informationen zu Mebis.) Dazu haben wir bereits für die Oberstufenkurse und jede Klasse einen Mebis-Lernkurs eingerichtet und die Schüler und Schülerinnen in diesen eingetragen; alle Schüler und Schülerinnen haben, soweit erreichbar, Zugangsdaten erhalten – wer noch keine hat, bitte eine E-Mail an schule@herr-rau.de schreiben.

Es stimmt allerdings, dass das zur Zeit viele Schulen in Bayern ähnlich machen, so dass das System zwischendurch immer wieder überlastet ist. Wir bitten um Geduld, die Systembetreuung für Mebis, die ja für ganz Bayern zuständig ist, arbeitet seit Beginn der Woche an der Erweiterung des System. Zur Not könnten wir nach anderen Wegen der Kommunikation suchen, aber Mebis ist tatsächlich ein sehr praktisches und vielseitiges Werkzeug.

An diesem ersten Wochenende gibt es aber keinen Grund, irgend etwas bei Mebis zu machen: Abwarten.

Was ist mit den Noten und Prüfungen?

Grundsätzliche Entscheidungen trifft das Kultusministerium, aber außerhalb der Q12 sollten Noten zur Zeit nicht unsere erste Sorge sein. Ein paar Wochen kommen wir auf jeden Fall ohne sie aus, und das sorgt vielleicht sogar für entspannteres Arbeiten.

Was ist mit dem Abitur und der Q12?

Aktualisierung vom 18.03.2020, Zitat Kultusministerium:

Nach den bisherigen Planungen soll der Beginn der Abiturprüfungen auf Mittwoch, 20. Mai 2020, verschoben werden, der Ausbildungsabschnitt 12.2 verlängert sich entsprechend. Die Entlassung der Abiturientinnen und Abiturienten findet voraussichtlich in der zweiten Juliwoche statt.

Schriftliche Prüfungen:

20. Mai: Deutsch
26. Mai: Mathematik
29. Mai: 3. Abiturprüfungsfach (mit Französisch)

Kolloquiumsprüfungen

Erste Prüfungswoche: Montag, 15. Juni mit Freitag, 19. Juni 2020
Zweite Prüfungswoche: Montag, 22. Juni mit Freitag 26. Juni 2020
Die mündlichen Zusatzprüfungen sind bis Freitag, 3. Juli abzuschließen.

Wie sollen die Schüler und Schülerinnen nun arbeiten?

Relativ leicht ist es für die, die Zugang zu Internet und einem Computer oder zumindest einem Handy haben: Bei Mebis eine E-Mail-Adresse eintragen und regelmäßig (einmal am Tag) nach E-Mails schauen. Wir versuchen, dass niemand mit zu vielen Nachrichten überfordert wird – dazu müssen wir Lehrerinnen und Lehrer uns allerdings noch weiter absprechen. Wir versuchen, das richtige Maß zu finden zwischen zu vielen und zu wenigen Aufgaben, und werden so oder so viel Geduld haben mit allen, die technische Schwierigkeiten haben werden: das ist normal. An diesem Wochenende noch abwarten und nichts tun außer sich anzumelden.

Weitere Informationen erhalten unsere Eltern über das Elternportal.