Die 5c besucht den Märkl-Hof

Am 18. Februar 2016 war die Klasse 5c auf dem Märkl-Hof in Landsberied. Der Märkl-Hof ist ein Bio-Hof, auf dem die Tiere artgerecht gehalten werden. Er ist der älteste Bio-Hof im Landkreis Fürstenfeldbruck. Es gibt Kühe, Schweine, Schafe, Truthähne, Pferde und Hühner.

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Auf dem Märkl-Hof leben ca. 56 Rinder (Fleckvieh und Charolais). Alle sind auf dem Märkl-Hof geboren worden. Gefüttert werden sie mit Gras, Heu und Silage die auf den Weiden des Märkl-Hofes produziert werden. So muss Herr Märkl kein Futter dazukaufen und weiß genau, was seine Rinder fressen.

Weil Herr Märkl seinen Kühen kein Kraftfutter gibt, geben sie im Gegensatz zu Hochleistungskühen nur ca. 20 Liter (statt 40 bis 50 Liter) Milch am Tag. Dafür sind seine Kühe viel gesünder und brauchen kein Antibiotikum und nur ganz selten einen Tierarzt. Das spart natürlich auch Kosten.

Die Melkzeiten der Kühe sind morgens um 6.00 Uhr und abends um 17.00 Uhr. Werden die Kühe nicht gemolken, werden sie krank und bekommen eine Euterentzündung. Wenn dann der Tierarzt doch einmal kommt, muss er mehr können als ein Menschenarzt: denn die Rinder können ihm nicht sagen, was ihnen weh tut.

Die Rinder leben bei Herrn Märkl im Sommer den ganzen Tag auf der Weide und im Winter in offenen Laufställen. So haben sie Platz sich frei zu bewegen und sich zum Wiederkäuen hinzulegen. Außerdem können sie so Kontakte in der Herde knüpfen, was für ihr Sozialverhalten wichtig ist. Rinder haben nämlich ein grundlegendes Bedürfnis nach Körperkontakt.

Manchmal kommt es vor, dass bei Rangkämpfen Kühe durch die Hörner anderer Kühe verletzt werden. Herr Märkl sagt, dass er deshalb verstehen kann, dass manche Menschen für eine Enthornung von Rindern sind. Seine Rinder dürfen ihre Hörner trotzdem behalten. Und seine Charolais-Rinder haben sowieso von Natur aus keine Hörner.

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Als wir auf dem Hof waren, hatte Herr Märkl gerade drei Kälbchen, die alle noch nicht älter als eine Woche waren. Sie durften leider alle nur den ersten Tag bei ihrer Mutter bleiben, damit diese gemolken werden kann. Die Kühe lassen sich nämlich nicht melken, so lange ihr Kälbchen bei ihnen trinkt. Herr Märkl hat aber auch Mutterkühe, die den ganzen Sommer über mit ihren Kälbchen auf der Weide sind und für die Nachzucht sorgen. Ihre Milch wird nicht zum Melken gebraucht.

Der Hof von Herrn Märkl wird regelmäßig kontrolliert, ob er sich an die strengen Vorgaben des Biosiegels hält. Die Kontrollen werden erst ganz kurz vorher angemeldet, um sicherzustellen, dass auch alles seine Richtigkeit hat.

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Bei diesem Ausflug haben wir gelernt, dass alle Menschen etwas tun können, damit es den Tieren gut geht. Zum Beispiel kostet Milch und Fleisch von Kühen die artgerecht gehalten werden einfach mehr, weil ihre Haltung viel teurer ist. Wenn wir also nicht immer das billigste Fleisch und die billigsten Milchprodukte kaufen, sondern auf Bio-Siegel achten oder bei dem „Bauern um die Ecke“ wie Herrn Märkl kaufen, können wir alle unseren Beitrag leisten. Das war ein toller Ausflug!

Von Philipp Konietschke und Tobi Bartl (beide 5c)