Geschichte

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Das Fach Geschichte soll einen soliden Orientierungsrahmen zur Geschichte der Menschheit von der Steinzeit bis zur Gegenwart vermitteln und die Grundlagen für die politische Bildung schaffen. Somit sollen die Schülerinnen und Schüler befähigt werden, Gegenwärtiges und Vergangenes zu erklären und Veränderungen offen zu begegnen.

Da in einem ein- bis zweistündigen Unterricht von der 6. bis 12. Jahrgangsstufe ein enormer historischer Zeitrahmen bewältigt werden muss, können Themen nur in Einzelfällen vertieft werden. Um den Jugendlichen einen verlässlichen Rahmen zu geben, wird in der Fachschaft Wert auf die Vermittlung des Grundwissens gelegt. Ab Januar 2012 gibt es dazu sechs Seiten mit Daten und Begriffen, die als Grundlage dienen sollen.

Einen Schwerpunkt bilden Themen mit Regionalbezug (z.B. Keltenschanzen, Via Julia, frühgeschichtliche Zeugnisse bei Grafrath, Fürstenfeld, Ausstellungen im Jexhof und im Heimatmuseum…). Das Fachwissen von Herrn Drexler, dem ehemaligen Kreisheimatpfleger, nehmen wir immer wieder gern in Anspruch.

An den Projekttagen am Ende des Schuljahres haben z.B. Geschichtslehrkräfte in den letzten Jahren für die 10. Klassen Führungen in München angeboten zu den Themen „Das mittelalterliche München“, Barock (Theatiner-, Asamkirche, Schloss Nymphenburg), zur Geschichte Schwabings, „München zur Zeit Ludwigs I.“, „München – Hauptstadt der Bewegung“ und „Widerstand im Nationalsozialismus“(LMU, Stadelheim).

Ein besonderer Schwerpunkt ist am Graf-Rasso-Gymnasium die Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus z.B. durch den für alle 9. Klassen obligatorischen Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau, vertieft durch Gespräche mit Zeitzeugen (Herr Max Mannheimer, Abba Naor, Ernst Grube). Regelmäßig nimmt eine Klasse an den Gedenkminuten am Todesmarsch-Mahnmal am 27. Januar in Fürstenfeldbruck teil.

1995 und 2005 wurden zur Erinnerung an das Kriegsende 1945 Zeitzeugen aus Fürstenfeldbruck und Umgebung in alle Klassen eingeladen, die den Schülerinnen und Schülern die Lage um 1945 veranschaulichten. 2012 wird Frau Anna Andlauer in der 11. Klasse einen Vortrag halten über das Schicksal verwaister und heimatloser Kinder, die im Kloster Indersdorf aufgenommen wurden.

Die Geschichte Berlins wird in den 10. Klassen durch die entsprechende Bildungsfahrt lebendig. Dabei besuchen die Jugendlichen das Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen und sprechen mit Zeitzeugen, die zur Zeit der DDR dort inhaftiert waren. 2012 wurde in einem deutsch-deutschen Schülerbegegnungsseminar mit Jugendlichen des Gymnasiums Zeulenroda ein Kontakt aus dem Jahr 2005 fortgeführt. Auf Einladung der Kester-Haeusler-Stiftung überlegte 2011 eine Gruppe von Oberstufenschülern mit Fachleuten, wie die DDR-Geschichte Jugendlichen vermittelt werden könnte.

Text: K.H. Körner

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